Motorrad-Reisen und -Touren

Tag 148 – Such das Schiff. Such!

28. November – 270.4 km von Cagliari nach Porte Torres

Heute Abend um halb neun legt die Fähre aus Porte Torres Richtung Genua ab. Das letzte Mal morgendliches Sachen zusammenpacken für diese Tour und dann erstmal auf schnellstem Wege auf der Autobahn nach Norden.

Unterwegs schaffe ich, endlich einen dieser Piaggio ‚Liefer’wagen aufzuschnappen

Piaggio Transporter

Von denen fahren hier reichlich rum. Ich habe ich immer gefragt, wer zum Teufel sowas braucht. Oder einen Fiat Panda 4×4. Aber hier in den engen Gassen oder auf den Schotterstrecken macht das Sinn.

Ansonsten ist der Himmel stahlblau mit ein paar Wölkchen und je nach Höhe geht die Temperatur von 18°C bis 8°C.

Himmel bei Santu Lussurgiu, Sardinien, Italien

Als noch 170 Restkilometer übrig sind, schwenke ich um auf ‚Kurvenreiche Strecke‘ und lasse es mir nochmal gut gehen für die letzten paar Spass-Stunden auf dem Mopped dieses Jahr.

Heute Morgen habe ich mich schon gewundert warum es, im Gegensatz zu Genua, erstmal keinerlei Infos zu den GPS-Koordinaten des Schiffsanlegeplatzes gibt. Ok. In Genua waren die für die Tonne weil der halbe Hafen umgebaut wurde. Irgendwo finde ich dann welche und die stimmen mit der Fährverbindung überein, die auf Google Maps angezeigt wird. Kann also nicht so falsch sein.

Falsch gedacht. Als ich da ankomme, wo ich hin wollte, zeugt ein verwittertes Schild noch vom Moby/Tirrenia-Check-In, aber der Kai sieht ansonsten verlassen aus. Von meinem Schiff keine Spur. Das müsste eigentlich schon da sein. Jetzt könnte man denken, es gäbe Schilder. Aber auch da: Fehlanzeige.

Also fahre ich erstmal in die Richtung, von der ich denke, dass es die ist, die dahin geht wo ich angekommen bin. Die Strasse dorthin ist zwar nicht mehr so 100% neu, aber bis ins Navi hat sie es noch nicht geschafft. Aha. Also auch hier wurde umgebaut. Irgendwann erkenne ich die Strasse wieder und denke mir, dass das gut aussieht. Tut es auch: In der Ferne erkenne ich ein Schiff, das mir bekannt vorkommt. Nur gut, dass der Pott so gross ist und jetzt nicht viel los ist – und ich reichlich Reservezeit habe.

Da ja Beschilderung eher den Charakter dekorativer Strassenelemente hat, hat man für die neuen Strassen darauf erstmal verzichtet. Deko kann man später machen. Ist ja auch vollkommen überflüssig in einem Hafen für eine Linien-Fährverbindung eine Beschilderung zu den Fähren anzubringen. Da findet man sich schon zurecht.

Als ich ankomme, freue ich mich, dass ich das Schiff meiner Reederei gefunden habe. Es ist wieder die Sharden mit der ich auch schon gekommen bin und die Rückreise losgehen kann.

Wer’s nicht glaubt: Rote Markierung, da hätte ich eigentlich hin sollen. Blauer Punkt: Da war dann die Einfahrt zum Pier für das Schiff tatsächlich. Trotz „Fähren vermeiden“ wollte mich Google auf eine imaginäre, nicht vorhandene Fähre schicken. Natürlich hab ich für die 3.7 km keine halbe Stunde gebraucht.

Alter Fährplatz, neuer Fährplatz in Porte Torres, Sardinien, Italien

Die Auslastung dieser Fähre im November ist übrigens eher bescheiden. Viel mehr Autos als auf dem Bild wurden das nicht.. Wundert mich, dass die noch geht. Aber soll ja nicht mein Schaden sein.

Novemberfähre von Porte Torres, Sardinien, Italien nach Genua, Italien

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