Motorrad-Reisen und -Touren

Tag 23 – Transfăgărășan

26. Juli – 270 km von Sâmbăta de Sus nach Novaci

Aus mir unerfindlichen Gründen glaubt Google Maps, die Transfăgărășan wäre nicht durchgänig befahrbar, ist sie aber. Der westliche Schlenker gehört nicht dazu

 

Drum in LucruHeute erstmal Anfahrt zur Transfăgărășan. Meine Güte, wie lang hab ich gebraucht, um die ganzen a und r in die richtige Reihenfolge beim Aussprechen zu bekommen.

Diese Umleitung auf dem Weg fand ich spannend. Drum in Lucru heisst wohl so viel wie „Strassenarbeiten“. Aber nicht etwa 7 Kilometer sondern wie man am Stopschild kurz hinter der Baustelle sehen kann, ist die Baustelle grad dahinter auch zu Ende gewesen. Das Schild war wohl noch wo übrig. Und besser zu viel, als zu wenig angezeigt.

Aber am Fuss der Transfăgărășan scheint es ein Motorradtreffen zu geben. Die Moppedtreffen an der TransfăgărășanTanke ist voll. Mehr Moppeds an einer Tanke als ich die letzten Tage zusammen gesehen habe. Apopos Mopped. Ich habe ja überlegt, ob ich hier Töff oder Mopped schreiben soll. Aber nachdem der Blog nun Moppedfahn heisst, war die Entscheidung klar. Und damit auch keine Irritationen für schweizer oder deutsche Kollegen auftreten, hier eine kleine Übersetzungshilfe

  • Mopped (ugs) = Motorrad (d) = Töff (ch)
  • Moped (ugs) = Mofa (d) = Töffli (ch)

Interessant auch, wie sich im Laufe der Wochen die Wahrnehmung der Dinge verändert. Wie zum Beispiel die Sache mit dem Sonnenstand. Nachdem mein iPhone-Ersatz-Navi die Karte in Richtung Fahrtrichtung dreht, statt wie jedes anständige Navi die Karte genordet anzuzeigen, bekomme ich nicht mehr mit wenn ich mal falsch abgebogen bin und in die falsche Himmelsrichtung fahre.  Heute Morgen kam mir was komisch vor und irgendwie dachte ich mir so: „Du fährst in die falsche Richtung, der Schatten fällt falsch“. Und siehe da: Ich fuhr in die falsche Richtung, bzw. das Navi machte einen Schlenker erstmal woanders hin weil es dachte, das wäre besser so. Beruhigt mich, dass meine Orientierung nicht so schlecht ist, wie ich immer dachte — oder sie einfach bisher nicht gebraucht wurde.

Transfăgărășan

Und dann endlich in die Berge rauf. Ich fahre ja gerne Bergstrecken. Einfach weils Spass macht. Und weil die Aussicht mitunter ganz grandios ist. Und hier besonders, weil im Flachland werde ich immer überholt weil ich mich nicht traue, mehr als 10-20 über das Geschwindigkeitslimit zu fahren. In den Bergen hat mich nicht mal einer überholt. Nicht mal Moppeds. Und das obwohl ich nie über die erlaubten 90 drüber war. Ok. Ich war auch nicht oft drunter .. 😉

Café mit SchafenAm südlichen Ende der Strecke ein Café. Komischerweise vollkommen leer. Ich war der einzige Kunde. Dabei war das Ambiente gut, der Kafee war vorzüglich und ich hab sogar noch umsonst einen Snack bekommen. Dafür gabs dann auch ein gutes Trinkgeld. Die Schafe habe ich erst beim Wegfahren gesehen. Und nicht vorher gerochen. Ehrlich!

Gleich gegenüber war ein Dr. Oetker. Sah funkelniegelnagelneu aus. Mein Cousin ist bei Dr. Oetker und sagte mir, dass die da wohl Nährmittel. Pudingpulver etc. herstellen. Und auch sonst sind sie alle hier: Lidl, Kaufland, Praktiker, Hornbach, Metro, Raiffeisenbank (die übrigens kein Geld wechselt), TUI, Jack Wolfskin, Lufthansa City Center. Um nur die zu nennen, die mir grade einfallen. Und gut, dass das hier kein komerzieller Blog ist. Da darf ich das schreiben.

Silleben mit Schild, Brunnen und HeuhaufenIm späteren Verlauf bin ich dann im wahrsten Sinne über diese Szene gestolpert. Stilleben mit Schild, Brunnen und Heuhaufen, quasi. Aufgefallen ist mir das erstmal wegen des „Unebene Strasse“ Schildes. Wenn die hier schon davor warnen, dann muss es ernst sein. War dann letztlich nicht schlimmer, als ich das schon ohne Warnung hatte. Spassige Strassen eben. Deswegen bin ich hier.

Kapelle mit BrunnenWas mir auffällt: Egal wie arm die Orte auch erscheinen, die Kirchen sind meist herausgeputzt. Sind zwar üblicherweise klein, aber sehr fein anzuschauen. Manchmal auch in Kapelle und mit Brunnen. Selbst wenn, wie in diesem Fall, die Perspektive täuscht. Der Brunnen steht auf der anderen Strassenseite. Aber hübsch ist trotzdem anzuschaun. Der Brunnen ist übrigens in Funktion. Ich habe nachgeschaut.

Gleich daneben entsand mein Lieblingsbild von heute. Der Schäfer hat so ganz die Ruhe weg, so wirkt es.Schäfer hat die Ruhe wegGelandet bin ich dann mal wieder in einer schnuckeligen Pension mit Eigentümer-Taxiservice vom und zum Restaurant. Gleich an der DN67C, der Transalpina. Dann kanns morgen gleich losgehen.

Und grade bekomme ich noch die Nachricht, dass mit mein Ersatz BMW Navigator V pünklich zum Zwischenstopp in Sonneberg geliefert wird. Ich weiss, ich wiederhole mich, aber es geht nichts über guten Service. Und dafür ausdrücklich nochmal eine lobende Erwöhnung an Arrigoni Sport!

 

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