Motorrad-Reisen und -Touren

Eine Schifffahrt, die ist lustig

15.06.2009

477 Kilometer

Heute morgen sind wir alle sehr früh aufgewacht. Ich hatte mir den Wecker auf 6 gestellt, aber wie das nun so ist, in einem Land in dem es nicht dunkel wird im Sommer: Vor dem Wecker bin ich schon wach geworden und alle anderen haben schon um mich rum rumort.

Klaus hat uns gestern noch ein paar Tipps gegeben. Zuerst ging’s nach einem sehr herzlichen Abschied mitsamt ein paar Tränen Richtung Koli zur Fähre Richtung Lieksa.

Wir waren zwei Stunden zu früh da, also haben wir uns den „Alten Mann“, Ukko-Koli noch angeschaut und versucht den Selbstauslöser der Kamera zu testen. 10 Sekunden Zeit um von einem Fels runter und auf den anderen rauf zu kommen sind einfach zu kurz …

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Die Fähre. Oh. Ja. Das war ein Abenteuer für sich. Wobei ich nicht weiß ob größer für uns oder für den Kapitän. Beim Anlegen in Koli hat er erstmal den Steg gerammt nachdem er fast schon angelegt hatte. Das macht er wohl öfters, das Schiff sah schon so aus.

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Ein Blick auf das Rettungsboot offenbart eine unzureichende Kontrolle durch die örtlichen Behörden und es kommt ein gewisses Unwohlsein auf. Aber macht nix. Abgesehen von einem starken Dieselgeruch in der Cafeteria macht das Schiff einen taufrischen Eindruck und es läuft ja schließlich schon seit 1985 zuverlässig!

Nur beim Anlegen waren wir dann echt froh, dass das Ufer nicht mehr weit weg war. Der Holzsteg in Lieksa musste dran glauben und versank nach dem Rammen mit leisem Gurgeln in den Fluten. Wegen des starken Windes, sagt der Maat ….

PICT0012Der Rest der Strecke haben wir für Alf und Björn mit einem Friseurbesuch unterhaltsam gestaltet und die sanf geschwungenen Kurven und Hügel genossen. Ja ehrlich. So langsam fängt die Strecke an abwechslungsreich zu werden!

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Aber das erlebt man nur wenn man den Reiseführern nicht vertraut. Je größer die Nummer, desto besser die Straße. Und schlussendlich habe ich heute die 50.000 km auf dem Tacho voll gemacht!

IMG_0357_25%Jetzt ist es halb eins, es ist natürlich hell, die Zelte stehen mitten im Nirgendwo, wir sind satt und das Feuer wärmt uns.

Das Wetter passt, es regnet nicht nicht. Und warum? Weil wir alles richtig machen!

Morgen geht’s dann weiter Richtung Norden.

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