Motorrad-Reisen und -Touren

Tag 26 – Reifenflicken

29. Juli – 1.9 km in Budapest

Wie schon so vieles auf der Tour, war das anders geplant. Das heisst, sofern man die Tour überhaupt geplant nennen kann. Ich fahre ja von Tag zu Tag und nur die grobe Richtung und ein paar Fixpunkte stehen fest.

Gestern Abend konnte ich noch nicht in die Tiefgarage und musste heute umparken. Und da sieht man mal wieder: Man weiss nie wofür es gut ist.

Beim Umparken meckert nämlich mein Reifendrucksensor, dass der Luftdruck im Hinterreifen zu niedrig sei. Ich bin ja dank regelmässiger Kontrolle recht gut darüber informiert, dass mein Hinterrad immer so um die 2.4 – 2.6 bar hat. 2.0 wäre also dann definitiv weit unter dem, was innerhalb der IMG_3317normalen Schwankungen wäre. Mir schwant Übles. Und eine schnelle Reifenkontrolle zeigt: Da ist was drin, was da nicht reingehört. Ich hab ein Reifenflickzeug dabei und könnte das reparieren und tendiere zuerst dazu, das auf die Tage zu verschieben. Aber dann überlege ich, wäre ja schade, die Druckluftpatronen zu verballern, wenn ich mit dem Reifen so noch bis zur nächsten Tanke käme. Gesagt, getan. Also den nicht vorhandenen Plan umgeplant und erstmal zu Fuss die nächste Tanke ausgespäht. DabeIMG_7523i ganz interessante elektrische Installationen am einem Hauseingang entdeckt.

Dank dem SwissTool X Plus, ich erwähne die Nützlichkeit dieses Multitools immer wieder gerne :-), konnte ich den Übeltäter schnell rauspuhlen. Nicht übel, was sich da so im Reifen ansammeln kann.

Dann schnell wie im Reiseworkshop des Enduropark Hechlingen gelernt, Loch mit der Ahle aufweiten, schön ordentlich und nicht zu knapp, Gummischlangen und Loch mit dem Klebstoff einkleistern, mit der Durchstecknadel die Gummischlange reinpropeln, abschneiden, Luft auffüllen. Fertig.

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IMG_7514IMG_3325Morgen werde ich sehen, ob das was länger hält und ich die Anweisungen der Anleitung befolgen kann, dass man damit nur bis zur nächsten Werkstatt soll. Die ist ja quasi auch nicht weit. Nur noch 1’200 km bis Berlin. Der Reifen ist ja ansonsten noch gut.

 

2 Kommentare

  1. Erik

    Schon 5.500 km – das fahren andere in einem Jahr 😉
    aber nen Bike ist ja nen Fahrzeug und keine Immobilie.

    Hoffe hast Dir Zeit genommen und Dir auch einiges in Budapest angesehen und nicht nur den Reifen geflickt. Ist eine eine schöne Stadt und von der Burg hat man einen schönen Blick über die Stadt. Das Gellertbad soll auch sehenswert sein.

    Gute Weiterfahrt. War ganz überrascht das du über Sonneberg (Thüringen) kommst.

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  2. rtr (Beitrag Autor)

    Bin ja noch bis Dienstag da 🙂

    Sonneberg liegt ja auf dem Weg …

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